So, nachdem ich jetzt schon wieder über eine Woche in Mexiko bin, wollte ich euch doch mal wissen lassen, was ich so schönes in der traumhaften Stadt Hongkong gemacht habe:

 

Am Samstag, nachdem ich abends angekommen bin, ist Flori mit mir in die Innenstadt gefahren und wir sind in einem sehr leckeren Thai-Restaurant essen gegangen. In der Innenstadt konnte ich mir den ersten Eindruck vom bunten Hongkong machen; überall Menschen, aber irgendwie doch geordnetes Chaos. HK ist eine dieser Städte, wo man sich sofort wohl und sicher fühlt. Besonders interessant fand ich das MTR (Metro) System; man kann sich eine kreditkartenähnliche Octopus-Card kaufen, die man nach Belieben aufladen kann und bei Eintritt in die Metro nur kurz auf ein Lesegerät legen muss; außerdem kann man damit in vielen kleinen Läden sein Frühstücksmuffin oder Kaffee bezahlen. Ein richtig gutes System, ich hoffe, Deutschland nimmt sich mal ein Beispiel daran.

 

Am Sonntag ging es dann auf eine Bootstour mit etwa 15 Leuten, Hälfte Ausländer (viele Ösis) und Hälfte Hongkonger- alle unheimlich nett. Wir haben kleine Kennenlern-Spielchen gemacht (klingt doof, war aber lustig und hatte den positiven Effekt, dass man danach wirklich alle Namen kannte!), sind Banane gefahren, geschwommen (vom Strand bis zum Boot etwa 300 Meter in tiefschwarzen Wasser, als dann jemand zu mir meinte, übrigens gibt’s hier Haie) und es gab ein leckeres Buffet auf dem kleinen Boot. Nach etwa 7 Stunden waren wir dann so k.o., dass es nur nurnoch ab ins Bett ging.

 

Der Montag war dann zum Shoppen verplant; in Hongkong sind viele Klamotten, auch in den Läden, sehr viel günstiger- wer allerdings „dicker“ ist als Größe L (wobei L häufig eine  europäische M ist), kann das Ganze leider vergessen.

 

Am Dienstag sind wir noch mal shoppen gegangen und in die „Starr Hall“, Florians Studentenwohnheim einige Meter vom Campus entfernt, umgezogen. Die Hall ist ein Hochhaus, und wir hatten ein Gästezimmer in der 21. Etage gemietet; in dem Zimmer waren zwei Betten, die man leider nicht zusammen schieben konnte *lach*. Da Flo an diesem Tag eine Prüfung hatte, konnte ich mir mal den HKU (Hong Kong University)- Campus ansehen- riesengroß und sehr hügelig, man muss also eine Treppen rauf- und runterlatschen. Das Mensaessen war superlecker und echt vielfältig- ich muss sagen, in Hongkong kann man wirklich gut und günstig essen!

 

Auch am Mittwoch waren wir wieder in der Uni, denn Flo hatte noch einen unterricht, den er nicht verpassen konnte, So habe ich mich dann währenddessen im Starbucks vergnügt. Am Nachmittag sind seine Eltern angekommen und abends waren wir dann mit Ihnen an der Skyline von Hongkong, wo jeden Abend pünktlich um acht eine preisgekrönte Lichtershow  stattfindet, die kein Hongkong Reisender verpassen darf! An verschiedenen Gebäuden sind Laserstrahler angebracht, die sich zum Takt der Musik bewegen – einfach umwerfernd!

 

Donnerstag ging es herauf in Luftige Höhen, genauer gesagt auf den Peak, den höchsten Berg HK, wo das Tourismuscenter offensichtlich keine Kosten und Mühen gescheut hat; hinauf ging’s im 45 Grad Winkel mit einer alten Bahn, und oben angekommen erwarten einen mehrere schicke Einkaufsgebäude mit einer tollen Aussichtsplattform. Wir hatten perfektes Wetter und somit einen wunderschönen Ausblick auf die Skyline. Da wir zum späten Nachmittag da waren, hatten wir das Glück, von dort den Sonnenuntergang und dann HK bei Nacht zu sehen, was einfach traumhaft war. Danach haben wir es uns nicht nehmen lassen, die Lightshow noch mal von der anderen Uferseite zu beobachten.

 

 

Am Freitag ging es nach Lantau, wo wir uns den „größten sitzenden Bronzebuddha“, den Big Buddha ansehen wollten. Mit der MTR und einem Bus ging es auf eine fröhliche Fahrt von etwas über einer Stunde- klar, dass man da Hunger bekommt J Somit aßen wir erst einmal im nahe gelegen, wunderschönen Kloster eine mehrgängige vegetarische Mahlzeit. Ich hätte nicht gedacht, dass man sich an einem vegetarischen Essen so lecker und vielfältig satt essen kann! Das Kloster selber war wunderschön und so, wie man sich es vorstellt, mit vielen Blumen und Bäumen, großen, goldenen Heiligenstatuen, einem See mit Koi-Karpfen, und und und. Obwohl einige Touris an dem Tag unterwegs waren, war das Kloster doch ein Ort der Ruhe. Danach wagten wir uns dann an den Aufstieg zum Buddha- die vielen Treppen, die wir hochstiefeln mussten, haben sich angesichts der imposanten Aussicht gelohnt!

   

Am Folgetag entscheiden wir uns, den berühmtesten Strand zu erkunden, den Repulse Bay. Vorher zog es uns allerdings noch auf den Stanley Market, wo wir allerlei Seidentücher, Gürtel und anderen Kleinkram erstanden haben- ich sogar endlich Stiefel fürs kalte Mexiko. Der Strand selber war richtig schön, etwas grobsandig, aber im Vergleich zur Ostsee sehr leer und so verbrachten wir den Spätnachmittag in der Sonne. 

 

Von wegen Ruhetag! Am Sonntag gings dann richtig los! Zunächst ging es auf den Flower Market, wo jedem Blumenliebhaber das Herz höher schlägt: von Orchideen bis Lilien ist alles da, was bei uns jämmerlich eingehen würde. Anschließend waren wir auf dem Bird’s Market; von so viel Vogelvieh um einen herum wurde uns ganz schwindelig. Ein Gezwitscher und Geflatter sonder gleichen! Für Vogelschützer ist dieser Ort jedoch nicht zu empfehlen, denn die Vogel werden nicht gerade artgerecht gehalten und haben in ihren Käfigen kaum Platz zum umdrehen. Klar, dass wir nach so viel Action Hunger hatten- und was gab’s? Vogel! Naja, Ente trifft’s wohl eher. Allerdings wird nicht wie bei uns das Beste der Ente serviert, sondern, mal salopp gesagt, der Vogel wird einfach durchgehackt, und Knochen mit! Lecker war’s trotzdem.  

 

Den letzten ganzen Tag, den ich in HK verbringen durfte, nutzten wir, um ins Spielerparadies Macao zu fahren. Mit der Speed-Fähre fuhren wir ca.1 Stunde übers Südchinesische Meer, bis wir dann nach der zweiten Passkontrolle endlich auf „chinesischem“ Staatsgebiet angekommen waren- das ist Macao allerdings erst seit einigen Jahren, denn vorher war die Insel eine portugiesische Kolonie, und somit sind auch heute noch alle Beschriftungen in Chinesisch und Portugiesisch. Zunächst verschlug es uns in die wunderschöne Innenstadt, wo man deutlich die Spuren der Kolonialzeit sehen kann- besonders der große Marktplatz sieht so portugiesisch aus, dass man nicht mehr weiß, wo genau man sich eigentlich befinden. Nachdem wir uns die wunderschöne, im katholischen Stil gebaute Kathedrale und die Ruinen einer anderen Kirche angesehen haben (leider habe ich die Namen schon wieder vergessen, aber bei der Fälle an Informationen in 10 Tagen wird man mir verzeihen), wollten wir auf einen Hügel, wo der Leuchtturm steht; leider war die Bahn am Montag außer Betrieb- und dass, obwohl wir uns auf dem Weg dorthin an der Hauptstraße fast eine Vergiftung durch Autoabgase zugezogen haben! Somit sind wir dann gleich weiter zu den Casinos, ins Wynn (für mich das schönste) und in drei andere. Der Wahnsinn, was die Spieler dort für Geldmengen in Chips verspielen. Was die Tourismusbehörde für Macao plant, ist der Wahnsinn: innerhalb weniger Jahre soll Macao zu einer Hochburg für Spieler und vergnügungssüchtige werden. Als wir dort waren, konnte man überall schon die vielen Etablissements erahnen; wir wollen in 10 Jahren noch mal hin und sind davon überzeugt, dass Macao Las Vegas den Rang ablaufen wird! Letztes Highlight unserer Macao- Reise war das Erkunden einer neu gebauten Touristenallee, in der Gebäude verschiedenster Baustile nachgebaut wurden, so zum Beispiel französische, niederländische und spanische Bauten sowie der Miami-Art-Deko-District.

 Und somit war mein Hongkong-Trip schon wieder vorbei! Am Dienstag musste ich schon früh zum Flughafen, und nach einem tränenreichen Abschied meinerseits saß ich wieder im Flugzeug.

An dieser Stelle möchte ich noch mal ganz lieb Florian und seinen Eltern Johanna und Peter danken; Flori dafür, dass er einfach der beste Freund der Welt ist, und seinen Eltern für den wunderschöne und einmalige Zeit in Hongkong. Ich hoffe, wir alle sehen uns schon sehr bald wieder!

An alle anderen: Hongkong ist auf jeden Fall eine Reise wert und hat sich während der 10 Tage, die wirklich viel zu kurz waren, in die Liste meiner Lieblingsstädte eingeschlichen!

Hier der alte Bericht aus Hongkong:

Erster (begeisterter) Bericht aud Hongkong, Fotos folgen noch: Ich sitze gerade mit Flo inna Uni und versuche, mit der doch recht verwirrenden Tastatur klarzukommen (Mandarin, Kantonesisch, unsere Buchstaben und noch andere Zeichen die aussehen wie Hieroglyphen). Also, man merkt, ich bin gut angekommen und soooo gluecklich- aber der Reihe nach. Um 18 Uhr Ortszeit bin ich Samstag nach vieeeel zu langer Flugzeit angekommen (Service bei United Airlines war allerdings ausgezeichnet, so schlimm war der Flug also nicht), bei der Passkontrolle hat zum Glueck alles gut geklappt (90 Tage darf ich bleiben, wer weiss, vielleicht bleibe ich ja hier), und draussen hat mich Flori dann in Empfang genommen. Ich kann gar nicht beschrieben, wie gluecklich ich war (und bin), ihn zu sehen. Erstmal sind wir ins Hotel, Sachen abstellen, und dann gleich in die City. Hongkong ist unglaublich beeindruckend, wahnsinnig sauber, voller Leuchtreklame und sehr stylish angezogener Meschen, und man fuehlt sich richtig sicher hier – kurzum, ich fuehle mich „pudelwohl“. Gestern waren wir den ganzen Tag aufeiner Bootstour auf dem Suedchinesischen Meer, und obwohl es eher bewoelkt war,hatten wir (Haelfte Europaeer, Haelfte Einheimische) richtig viel Spass dort. Wir sind Banane gefahren, manche sogar Wakeboard, lagen am Strand, sind geschwommen und haben uns viel und sehr nett unterhalten – ich war ueberrascht, wie offen und witzig die Hongkonger sind, und einige haben mir ihre Nummer und Email Adressen gegeben mit dem Angebot, mal mit uns shoppen oder wandern zu gehen. Nach 6-7 Stunden auf dem Boot waren wir dann sooo muede, dass wir wie „tot“ ins Bett gefallen sind. Nun ja, heute muss Flo einen Arbei fuer die Uni abgeben, deshalb sitzen wir jetzt hier in der Uni rum…fuer heute nachmittag ist shoppen geplant.

4 Antworten to “Hongkong”

  1. JoPusch Sagt:

    Danke für den tollen Bericht!
    Grüße aus Oyten von Peter u. Hanneli

  2. Peter Pusch Sagt:

    Hallo Linda,
    gerne habe ich Deinen Bericht gelesen. Dabei ist ein Film vor meinen Augen abgelaufen, ja so haben wir es gemeinsam erlebt. Es waren angenehme, erlebnisreiche Tage in HK. Habe den Bericht mit unseren zusätzlichen Tagen ergänzt und für die Urlaubsakte ausgedruckt.
    Bis bald im Dezember in D mit Florian
    Nette Grüße nach MEXIKO
    Peter


  3. Hello Linda,
    schöner Artikel. Schön das es dir dort gefallen hat. Habt ja eine menge erlebt, da kann man schon neidisch werden…

    Grüße aus good old ireland ;-)
    matze


  4. Hallo Linda!
    Bestell doch Peter und Hanneli mal liebe Grüße und frag doch mal bitte nach, wann sie das nächste Mal in Essen sind!
    Danke schon mal und liebe Grüße aus Raesfeld senden
    Michael,Anne,Niklas und Manuel Lanvermann

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