Gerade komme ich von einem wunderschönen Wochenendausflug nach Guanajuato und Queretaro zurück! Freitag morgen gings erstmal los nach Guanajuato, einer Stadt in Zentralmexiko mit ca. 120.000 Einwohnern. Sie liegt im gleichnamigen Bundesstaat, 2000 Meter über dem Meeresspiegel. Guanajuato ist eine der legendären Silberstädte des Mittleren Nordens, die einen Teil des spanischen Reichtums in der frühen Neuzeit begründten, und enthält noch sehr viel Architektur aus dieser Zeit. Die Stadt ist in ein enges Gebirgstal gebaut und hat enge, verwinkelte Straßen; seit 1990 ist sie UNESCO-Weltkulturerbe.
Nachdem wir nach etwa 3 Stunden wilder Fahrt im Hotel „Misión Guanajuato“ (ein wirklich schönes Hotel im Kolonialstil) angekommen sind, ging es auch sofort los in die Innenstadt, die wirklich einmalig ist. Besonders hervorzuheben ist der Hauptplatz, der von meterhohen und perfekt geschnittenBenjamin-Bäumen umgeben ist; die schön gelegenen Restaurants laden zum Verweilen ein, und so aßen wir erstmal zu mittag. Weiter gings zur Universität, zu Kathedralen, Theatern und natürlich in einige Einkaufsläden; das Stadtbild ist einfach wunderschön und alle Gebäude sind hervorragend in das koloniale Bild integriert. Am frühen Abend sahen wir uns dann das Mumien-Museum an, das allerdings nichts für schwache Mägen ist; in Glaskästen ausgestellt sind dort etwa 50 Leichen, die im darüber gelegenen Friedhof durch Geldmangel keinen Platz bekommen haben. Darunter sind leider auch viele Kinder gewesen. Als ich Mumien gehört habe, dachte ich eher an wirklich alte, vielleicht noch von den Ausgrabungen der Städte der Ureinwohner stammende Leichen, nicht an höhstens 150 Jahre alte; hätte ich das gewusst, wäre ich wohl nicht gegangen, da ich das Museum doch eher makaber fand. Abends sind wir dann nochmal in die Innenstadt in eine kubanische Bar und haben uns mit Mojitos versorgt, bis uns dann gegen halb zwei die Schläfrigkeit heim getrieben hat.

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Am Samstaückweg haben wir dann noch für zwei Stunden in der Stadt Queretaro gehalten. Santiago de Querétaro (kurz: Querétaro) hat ca. 877.000 Einwohnern und Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaats. Die Stadt ist bekannt für ihre koloniale Architektur und ist seit 1996 ebenfalls Weltkulturerbe der UNESCO. Sie spielt in der mexikanischen Geschichte eine wichtige Rolle. Das Haus von Doña Josefa Ortíz, genannt La Corregidora (d. h. Frau eines hohen spanischen Kolonialbeamten) war ein konspirativer Treffpunkt für die Führer der Unabhängigkeitsbewegung um 1810.
1867 wurde Kaiser Maximilain hier füsiliert und 1917 die erste Verfassung nach der Mexikanischen Revolution ausgearbeitet. Trotz dieser Fülle an interessanten Ereignissen haben wir der Stadt wie gesagt nur einen kurzen Besuch abgestattet, waren aber begeistert. Wie Guanajuato kann Querétaro eine wunderschöne koloniale Innenstadt vorweisen, und ich habe noch keine andere Stadt Mexikos so als Oase der Ruhe empfunden- auch Querétaro ist also eine Reise wert.